Konzert mit den Stuttgarter Philharmonikern



Lässt sich zu der tiefen und tragischen Geschichte von Romeo und Julia überhaupt noch etwas Neues erzählen? Mit dieser Frage kam die dramaturgische Abteilung der Stuttgarter Philharmoniker auf Timo Brunke zu. Ebenso mit dem Wunsch, die wilde und bizarre Story des Globetrotters Peer Gynt neu zu Gehör zu bringen. Timo Brunke verfasste extra für diesen Abend zwei Solo-Kantaten für 1 Konzertpoeten - und spricht sie natürlich selbst. Dabei spürte er einmal den Rhythmen der Peer-Gynt-Suite nach: wo finden sich in  Edward Griegs Partitur jene treibenden Motive, die aus Peer Gynts Leben eine großen Irr-Trip machen?

Für das zweite Werk des Abends galt: Prokofjews überwältigender Klangsprache lässt sich nichts an die Seite stellen. Es sei denn, es ist möglich, ein echtes Gegenstück zu den Emotionsgebirgen zu formulieren.

Es gelang.

Fotos: Timo Kabel