"Don Juan QUiotte"

oder: Musik erzählt und Sprache hat Sound (2018/2019)



Künstlerisches Projekt für Schulklassen:

 

Das Stuttgarter Kammerorchester lädt Schulen im Stuttgarter Schulbezirk ein zu einem künstlerischen Projekt für Ohr, Herz, Leib, Grips, Stimme und Sprache. Interessierte Schulklassen haben hier Gelegenheit, tiefliegende Einsichten zu gewinnen in die Gemeinsamkeiten und in die Unterschiede von Sprache und Musik. Denn für diese Kooperation greift der Bühnenpoet und Wortaktivist Timo Brunke tief in den Fundus seiner erprobten Sprachspiele und Methoden. Klassische Musik wird zu einem Erlebnisraum, wenn die in uns schlummernden Instrumente - Sprache und Stimme - ins Tönen, Rappen, Slammen und ins mündliche Erzählen geraten.

 

So können hier aufgewachsene Kinder und Jugendliche, Migranten und Geflüchtete gleichermaßen in die Schönheiten sprachlicher Klänge und Rhythmen eintauchen. Zu den Endproben begegnen sich junge Menschen aus ganz unterschiedlichen Schulformen und Gesellschaftsschichten.

Am 13. Mai 2019 werden die Schülerinnen und Schüler ihre geschaffenen Wortstücke im Konzertklub Wizemann öffentlich aufführen.

Programm:

  • Telemann: Don Quixotte-Suite
  • Sallinen: Nocturnal Dances of Don Juan Quixotte

Dieses gemeinnützige Projekt wird unter anderem ermöglicht durch die Mittel des Bundeskulturministeriums.

Parallel zu diesem Projekt arbeitet Timo Brunke mit dem SKO an einem Poetry-Konzert "Don Juan Quichotte". Im Mai 2019 ist Premiere, danach wird es auch auf Tour gehen.


A: Modell "Podium"

Ziel: Eine Schulklasse oder andere Gruppe schreibt Texte zu Musik und trägt ihre Ergebnisse im Rahmen des öffentlichen SKO-Konzertes "Wie das Leben so spielt" sprechend vor.



B: Modell "Intern"

 

Bei diesem Modell geht es darum, dass die Schülerinnen und Schüler in Berührung mit  klassischer Musik und mit poetischem Schreiben und Sprechen machen. Die Ergebnisse können sie ihren Mitschülerinnen und Mitschülern im Rahmen einer Werkstatt-Schau im Unterricht vorstellen.

 



Hinweise zur Werkstatt:

Schöpferisches Schreiben und künstlerisches Sprechen gelten in den "Poetry-an-Musik"-Werkstätten gleichermaßen. Teilhabe ist das Wichtigste.

Wichtig ist, dass sich wirklich alle Kinder/Jugendlichen einbringen können - egal zum Beispiel, ob sie mit der deutschen Sprache aufgewachsen sind oder nicht. Auch sind nicht alle Menschen gleichermaßen mit dem Schreiben vertraut. Aber jeder Mensch hat einen Mund, den er zum poetischen Sprechen bzw. Rezitieren öffnen kann. Durch Körperübungen verknüpft Timo Brunke die denkerischen Aufgaben mit leiblichen Wahrnehmungen und Empfindungen. Eine "glänzende Präsentation" steht nicht im Vordergrund, sondern Interesse, Begegnung, Sensibilisierung, Teilhabe und Gemeinschaftserfahrung.

 

Die Werkstatt "Poetry an Musik" lehnt sich eher im Deutschunterricht als im Fach Musik an. Wichtig wäre jedoch, die jeweilige Musikpädagogin/den jeweiligen Musikpädagogen hinzuzuziehen und die Werkstatt fächerübergreifend anzusehen.