
LAUTERATUR!
Geschichten, die das Leben spricht. Ein Wortkunstprogramm.
Performance Poet Timo Brunke ist der Sprache des Menschen auf der Spur – vom lallenden Säugling bis zu den letzten Worten eines Menschen. Einschulung, Konfirmation, Ehekrach und alles, was dazwischenkommt – der Alltag ist voller Sprechmomente. Und so geht Timo Brunke ins Fußballstadion, tanzt einen langsamen Walzer und kann sich im Restaurant nicht entscheiden. Er spinnt diese Geschichten, die das Leben spricht, in der Phantasie weiter und tauscht sich darüber aus mit Tristan und Isolde, Friedrich Schiller und anderen Klassikern.
Hintergrund
Timo Brunke erforscht seit seinen ersten Auftritten im Jahr 1993 die Möglichkeiten, die eine bewusst für den mündlichen Vortrag gedachte performative Literatur bietet. Hier stoßen sehr alte poetische Traditionen, wie die des Rhapsoden auf neuere Strömungen wie Rapdichtung und spoken word.
Besondere Färbung erhält sein Schaffen durch die Art und Weise, wie Timo Brunke verschiedenste Versgattungen und Metren mit Erzählformen und Sprechakten mischt.
So entsteht eine Liveliteratur, die im Zeitalter von youtube und Internetfernsehen auf die körperliche Anwesenheit des Dichters als Darsteller seiner Texte setzt.
Text, Stimme, Gestik und Mimik verschmelzen zu einer volldichterischen Momentaufnahme epischen Ausmaßes. So stellt sich der Literatur die „Lauteratur“ zur Seite.
Unterhaltung, Aufruhr und Rührung sind dabei gleichermaßen beabsichtigt.
Der Vollblutpoet Timo Brunke wirbt auf Versfüßen um jedes Wort, das seinem beredten Mundwerk entströmt. Und das seit fast 20 Jahren.
Besondere Färbung erhält sein Schaffen durch die Art und Weise, wie Timo Brunke verschiedenste Versgattungen und Metren mit Erzählformen und Sprechakten mischt.
So entsteht eine Liveliteratur, die im Zeitalter von youtube und Internetfernsehen auf die körperliche Anwesenheit des Dichters als Darsteller seiner Texte setzt.
Text, Stimme, Gestik und Mimik verschmelzen zu einer volldichterischen Momentaufnahme epischen Ausmaßes. So stellt sich der Literatur die „Lauteratur“ zur Seite.
Unterhaltung, Aufruhr und Rührung sind dabei gleichermaßen beabsichtigt.
Der Vollblutpoet Timo Brunke wirbt auf Versfüßen um jedes Wort, das seinem beredten Mundwerk entströmt. Und das seit fast 20 Jahren.
Timotheus/Prolog
Lauteratur ist eine Hyperbewusstheit
ein entschiedener Daseinszustand
ein Kokon für sprecherische Schmetterlingstransaktionen
ein Hochsitz für poetisch reale Phänomene
ein Passwort für den Zutritt zu einem unzerstörbaren Gehörgarten
ein sublimer Fetisch
ein kunstmagischer Talisman
eine Bitte um invasive Imagination
ein Gesuch um Kallibrierung psychischer Energien mit sprachlich geformten Schallwellen
ein Blindflug durch die Wolke,
die den poetischen Augenblick vom Jetztzustand seines Darstellers trennte
ein Präsenzmodus
vorbereitbar, aber nicht voraussetzbar
ein Taubenschlag, ein Ein- und Ausfliegen luftigster Gegebenheiten
ein akustisch-imaginativer Sprechakt in utopischer Lebendigkeit
der Anbruch der Poesiezeit für die Dauer genau dieses Poems
eine Drehorgel, deren Walze nur ein einziges Mal, nämlich genau jetzt, zum Einsatz kommt
stofflich spürbare Erfindungswirklichkeit
eine vierdimensionale Sonnenuhr auf Vollmondbasis
ein gänzlich aufgezogener Vorhang
eine Qualifikation von Zeit
ein Zeitqualifikationszertifikat
die Übergabe eines künstlerischen Vorhabens an den Moment seiner Bestimmung.
die bestmögliche Aufführung dieses Poems
der Traum des Performancepoeten von vollendeter Gegenwart.
ein entschiedener Daseinszustand
ein Kokon für sprecherische Schmetterlingstransaktionen
ein Hochsitz für poetisch reale Phänomene
ein Passwort für den Zutritt zu einem unzerstörbaren Gehörgarten
ein sublimer Fetisch
ein kunstmagischer Talisman
eine Bitte um invasive Imagination
ein Gesuch um Kallibrierung psychischer Energien mit sprachlich geformten Schallwellen
ein Blindflug durch die Wolke,
die den poetischen Augenblick vom Jetztzustand seines Darstellers trennte
ein Präsenzmodus
vorbereitbar, aber nicht voraussetzbar
ein Taubenschlag, ein Ein- und Ausfliegen luftigster Gegebenheiten
ein akustisch-imaginativer Sprechakt in utopischer Lebendigkeit
der Anbruch der Poesiezeit für die Dauer genau dieses Poems
eine Drehorgel, deren Walze nur ein einziges Mal, nämlich genau jetzt, zum Einsatz kommt
stofflich spürbare Erfindungswirklichkeit
eine vierdimensionale Sonnenuhr auf Vollmondbasis
ein gänzlich aufgezogener Vorhang
eine Qualifikation von Zeit
ein Zeitqualifikationszertifikat
die Übergabe eines künstlerischen Vorhabens an den Moment seiner Bestimmung.
die bestmögliche Aufführung dieses Poems
der Traum des Performancepoeten von vollendeter Gegenwart.
Termine
29.06.2012: Lauteratur! oder: Der Kongress lauscht. Ein Sprachkunstsolo.
20 Uhr, Literaturhaus München, Salvatorplatz 1, München, Tel.: 089 - 29 19 34 - 0, www.literaturhaus-muenchen.de
04.08.2012: Lauteratur! Auftritt im Rahmen des Literatursommers 2012
19 Uhr, Garten der Familie Merkel, Kalkhofenstr. 13, Bodelshausen, www.bodelshausen.de/pb/,Lde/Buecherei.html
25.09.2012: Lauteratur!
20 Uhr, Loge Luzern, Moosstrasse 26, CH-Luzern, www.logeluzern.com/
26.09.2012: Lauteratur!
20 Uhr, Loge Luzern, Moosstrasse 26, CH-Luzern, www.logeluzern.com/
18.10.2012: Lauteratur!
11:30 Uhr, Berufliches Schulzentrum Backnang, Heininger Weg 43, Backnang, www.frederick.de
15.11.2012: Lauteratur!
Stadtbibliothek Schopfheim, Hauptstraße 7, Schopfheim, www.schopfheim.de/bib/virtbib/












