Timo Brunke während der Probe
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KURZPORTRAIT

Timo Brunke, Autor und Darsteller, erforscht das Material der Sprache und präsentiert seine Ergebnisse seit Anfang der Neunziger Jahre auf Bühnen im In- und Ausland. Nach Anfängen im literarischen Kabarett und Engagement für die deutschsprachige spoken-word-Szene wirkt er heute als Sprachkünstler spartenübergreifend in unterschiedlichen kulturellen und gesellschaftlichen Bereichen.
 
Die mündlichen Traditionen der Poesiegeschichte im eigenen Schaffen wiederaufleben zu lassen und fortzuschreiben – das ist seit Beginn der 90er Jahre Brunkes Anliegen. Sein dichterisches Erkennungszeichen sind Poesiedarbietungen in einer durch konsequentes Zeit-Silben-Arrangement komponierten Sprache.
 
Als Partner von Bas Böttcher gastierte Timo Brunke mit der „Textbox“, dem „kleinsten Massenmedium der Welt“, an Orten wie der Neuen Nationalgalerie Berlin, dem Centre Pompidou oder internationalen Buchmessen wie Peking, Abu Dhabi oder Bangkok. Inzwischen ist Timo Brunke mit zahlreichen Lehraufträgen und Auftragswerken bedacht worden und gilt als Wegbereiter der deutschsprachigen Performance-Poesie.
 
Am Literaturhaus Stuttgart leitet Timo Brunke seit 2001 die Sprachwerkstatt „Wort und Spiele“, die mittlerweile als ein Pilotprojekt für kulturelle Praxis an der Schule ausgeweitet wurde.
 
2009 erschien Timo Brunkes erstes Kinderbuch "Warum heißt das so?" (Klett-Kinderbuch). Vom
österreichischen Bundesministerium für Bildung und Forschung ist es zum besten Wissenschaftsbuch
2010 in der Sparte "Junior Wissen" gekürt worden.

Ein Programm als Hommage an Hanns Dieter Hüsch anlässlich dessen 5. Todestages hat am
6. Dezember 2010 Premiere; „Fjutscherdeutsch“, ein interkulturelles Sprachprojekt, wird Pfingsten 2011 uraufgeführt.