© Dr. Christiane Günther

«lauschig – wOrte im Freien» (30. Juli)

Freie Worte an Orten im Freien: Das verbirgt sich hinter dem Slogan «wOrte im Freien» und der Idee der Literatur- und Spoken Word-Reihe «lauschig» in Winterthur (Schweiz). Bei «lauschig» finden keine klassischen Lesungen statt - zwei AutorInnen lesen/performen ihre Werke, kommen ins Gespräch mit der Moderatorin; Musik rundet den Abend ab. Am 30. Juli bestreiten Gabriel Vetter, Autor, Journalist, Satiriker und Gewinner zahlreicher Poetry Slam-Meisterschaften, und Timo Brunke den Spoken Word-Abend im wunderschönen Park der Villa Jakobsbrunnen. Es dürfte lauschig werden!

Wörter, Wunder, Witz und Welten - Ein Poesie und Phantasielabor im Theater im Hof (4.-6. August)

Was ist Phantasie? Was kann man mit Sprache - neben reden, schreiben und singen - alles machen? Unter dem Dach der hundertjährigen, urigen Kastanie im "Theater im Hof" bei Riedlingen können Mädchen und Jungs zwischen 8 bis 11 Jahren unter der Leitung von Timo Brunke nach Herzenslust schöpferischen Sinn und Unsinn mit Wörtern und Ideen treiben. Zum Abschluss am Samstag gibt es dann mit den selbst gesponnen Versen und Geschichten eine Aufführung vor Eltern und Geschwister.

Timo Brunke interpretierte die "Kinderszenen" von Robert Schumann beim Tonali-Eröffnungskonzert in Hamburg (11. Juli)

TONALi ist ein ganzheitliches Kulturprojekt, das insbesondere junge Menschen für klassische Musik begeistern will. Der diesjährige Tonali-Wettbewerb (11. bis 16. Juli) stand ganz im Zeichen der "Kinderszenen Op. 15" von Robert Schumann. Beim Eröffnungskonzert am 11. Juli in der Kulturkirche Hamburg übersetzte Timo Brunke die Kinderszenen in Worte. Dazu vertiefte er sich in die Kompositionen, um intuitiv den Gehalt jeder einzelnen Komposition in eine entsprechende Spoken-Word-Miniatur zu überführen. Sein Fazit, kurz nach der Rückkehr aus Hamburg: "Das Konzert war ein tiefes Erlebnis. Tonali, das ist ein Glücksfall und zugleich die Krone kultureller Bildung. Alle können nur davon lernen - so geht Kultur."

"Aufs Maul geschaut. Luther und Grimm wortwörtlich" (bis 31. Oktober 2017)

Die Sonderpräsentation in der GRIMMWELT Kassel "Aufs Maul geschaut. Luther und Grimm wortwörtlich" widmet sich sinnlich und spielerisch der deutschen Sprache. Die Ausstellung fragt, wie Martin Luther die Sprache, die wir täglich verwenden, geprägt hat und wie sich dies im Wirken der Brüder Grimm spiegelt. Poetische Installationen beleuchten elf bekannte Redewendungen, die Martin Luther in seinen Schriften und in seiner Übersetzung der Bibel verwendet hat. Die Besucher können sich lustvoll und vielseitig in die Welt einzelner Wörter aus diesen Wendungen vertiefen. Timo Brunke widmet sich zum Beispiel voller Verve dem "Staubberichterstatter" (Schallplattenspieler). Anlass für die Ausstellung ist das 500jährige Jubiläum der Reformation im nächsten Jahr.